Zivildienst in Schwerin

Bereits wenige Tage nach dem Ende der Schulzeit begann ich meinen Zivildienst im Alten- & Pflegeheim "Augustenstift", wo ich die folgenden dreizehn Monate verbrachte.
Auch wenn der Wechsel quasi nahtlos erfolgte, bedeutete er doch eine Kehrtwende um 180°. Am ersten Tag sagte ich mir "Hier gehst du nie wieder hin", zu wenig hatte ich bisher mit der Pflege von alten und teilweise hilflosen Menschen zu tun gehabt, zu schockierend waren die ersten Bilder. Und trotzdem ging ich am nächsten Tag wieder zum Dienst, und nach und nach machte es richtig Spaß. Zum Ende war es sogar schade, dass das Jahr schon vorbei war.

Das hatte nicht nur mit dem Gewöhungseffekt zu tun, sondern auch damit, dass die Schwestern meine Interessen erkannten und mich sukzessive aus der der Pflege herausnahmen und in die Etagenküche versetzten, so dass ich nicht mehr jeden Morgen auf "Waschtour" ging sondern das Frühstück für die Bewohner zubereitete und nur noch gelegentlich in der Pflege einsprang.
Insgesamt war der Zivildienst eine wichtige Lebenserfahrung, die ich im Nachhinein nicht missen möchte.


Zum Schluss zwei Fotos von unserer Radtour im Sommer 1999.




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